REVIEWS
"Satellites" CD
Benzol 
Crazy United 
Dosenmusik 
RamTatTa 
Scarred For Life 
Underdog #31 
Whiskey&Soda 
Das Label ANR Music ist eher dafür bekannt deutschen und osteuropäischen Punk oder Hardcore zu unterstützen. Mit Distemper und den famosen Mad Monks finden sich auch zwei Bands, die dem Ska frönen. Nun spannt das Berliner Label den Bogen in den Westen Europas und hat neuerdings die Belgier von Skarbone 14 mit ihrem Album Satellites im Katalog. Eine Mischung aus traditionellem Ska, Reggae und Punk. Wer jetzt ähnliches wie die Mad Caddies erwartet, der wird nur halbwegs zufrieden gestellt. Gehen die Amis in Richtung Ska(te)punk mit Dixieland und ähnlichen Sprenkeln, spielt der Punk auf Satellites meistens nur eine untergeordnete Rolle. Mal mischt sich Salsa in den Rythmus, mal ist es eine Steeldrum. Was hier abgeliefert geht aufgrund seines Abwechlungsreichtum stark Richtung Weltmusik. Allerdings ohne den abgeschmackten Soz.Päd - Aspekt mit dem der Begriff oftmals behaftet ist. Mit der Musik von Skarbone 14 kommt gute Laune auf. Da bis auf das voranpreschende und gleichzeitig leiernde Talk about it fast ausschließlich auf französisch gesungen wird, sind die Texte für den deutschen Raum eine echte Herausforderung. Die Sprache war jedoch für ANR noch nie ein Kriterium, was Skarbone 14 russische Labelkollegen eindrucksvoll belegen. Leider bleibt bei den teilweise schon fast gerappten Lyrics einiges an Eingängkeit auf der Strecke, sind die Texte schon extrem schwer zu verstehen. Was solls, gute Musik machen sie ja. Wer auf Old-School Ska mit diversen Genreeinschlägen steht, der kann sich mit dem beschriebenen Album neues Futter für seine Ohren besorgen. Guten Appetit
Belgien ist sonst eigentlich eher bekannt für traditionellen Ska. Man denke da nur an die Moon Invaders oder die Caroloregians. Skarbone 14 kommen zwar auch aus Belgien stehen aber für modernen Ska mit Punkeinfluss, um nicht zu sagen Ska-Punk. Die Band selbst bezeichnet ihren Sound als Ska-Rock, was ich so auch gelten lassen kann. Aber unüberhörbar ist da auch Punk mit im Spiel. Nicht unbedingt in jedem Stück, aber doch in so einigen eben. Die Belgier spielen einen eigenständigen Mix, der mit verschiedenen Beilagen garniert wird. Das reicht von Reggae über Salsa bis hin zu relativ seltenen Ideen wie Dixieland und ähnlichem. Mal mit ordentlich Feuer im Arsch und je nach Bedarf geht es auch schon mal ein bisschen gediegener zur Sache. Etwas heikel wird es bei den Hip-Hop Einflüssen, die ich persönlich im Ska überhaupt nicht vermisse. Allerdings muss man dazu sagen, dass die auch nicht so besonders ins Gewicht fallen, da sie doch eher sehr dezent gehalten werden. Ganz anders und absolut positiv hingegen sind die Bossa-Nova Elemente wie beim Stück "Marie-Jeanne". Eine wirklich nette Idee und bisher auch ziemlich selten im modernen Ska-Bereich. Die Belgier gehen auf ihrem dritten Werk die ganze Sache sehr durchdacht an und können durchaus mit der einen oder anderen Seltenheit glänzen. An Ideenreichtum mangelt es den Jungs jedenfalls nicht. Kein Song gleicht dem anderen und trotzdem haben Skarbone 14 ihren ganz eigenen Stil gefunden, der sich konsequent durch das gesamte Album zieht. Mit 13 französischen und einem englischen Titel ist den Musikern eine Platte gelungen, die wirklich vor Abwechslung sprüht und durchaus den ein oder anderen guten Song zu bieten hat. Das ganze ist zwar nix für Traditionalisten, aber wer hin und wieder auch auf abwechslungsreichen Third Wave Ska mit leichtem Punkeinfluss steht, kann sich die Platte durchaus mal zu Gemüte führen. Enttäuscht wird man hier ganz sicher nicht! 2-3 Daniel
ANR Music ist eindeutig bekannt dafür, Bands aus aus den Bereichen deutschen und osteuropäischen Punk oder Hardcore zu fördern. Die Fühler des berliner Labels strecken sich unterdessen auch weiter in Richtung Westen in Europa aus. Die Belgier von "Skarbone 14" sind somit eine neue Errungenschaft und mit ihrem Album "Satellites" in einem interessanten Mix aus Ska, Reggae und Punk und der französischen Sprache ein Schmankel für die Szene. Punk spielt auf "Satellites" nicht die erste Geige, vielmehr sind die Songs durchgängig vom Reggea geprägt. Verspieltheit und ein Händchen fürs Detail zeigen sich wenn sich ein Salsa-Rhythmus leise in den Song schmiegt oder aber auch eine Steeldrum Akzente setzt. Bis auf den Track "Talk about it" sind die Lyrics fast ausschließlich auf französisch gesungen bzw. gerappt was "Skarbone 14" einen hohen Wiedererkennungswert verleiht. Der Oldschool-Ska mit diversen Genreeinschlägen sorgt für gute Laune und Tanzlust. Der verspielte Umgang mit dem Gesamt-Arragement zeigt deutlich, wieviel Herzblut und Krativität hier am Start ist. Sicherlich auch beeinflußt duch die einschlägige Liveerfahrung von "Skarbone 14". "Satellites" ist auch wenn man nicht unbedigt so aufmerksam im Französischunterricht war eine Runde Sache. Neben dem Spaßfaktor steht hier der eingängige Sound ganz klar im Vordergrund. Ska-Freunde, hört mal rein.
ANR aus Berlin ist ein Label welches mittlerweile die ganze Bandbreite zwischen deutschsprachigen Hardcore-Punk, Hardcore aus Russland sowie mitreißenden Skapunk aus Deutschland, Frankreich oder Russland abdeckt. Nun kommt ein Land neu dazu. Belgien Belgien? Ist das nicht das Land von dem man wenig weiß, wo die Autobahnen komplett beleuchtet sind, Kinderschänder und die leckere Schokolade herkommen? Ja genau! SKARBONE 14 kommen auch aus diesem Land. "Satellites" ist ihr mittlerweile viertes Album. Seit 2001 gibt es die Band, die mit einer 10-köpfigen Besetzung in den letzten neun Jahren die Bühnen Europas unsicher gemacht hat. Über 350 Konzerte hat die Band schon in den Knochen und wird auch in 2010 nicht müde die Bühnen Europas zu bespielen. Das vorliegende Album bietet ein breites musikalisches Spektrum. Ska wird mit vielen Stilen gemixt, wie Salsa, Merengue, Reggae, Dub, Rock und auch mal Punk. Das gibt den 14 Songs eine ganz eigene Leichtigkeit und bringt einen Hauch Karibik ins heimische Wohnzimmer. Die Songs gehen in die Beine und sind alle uneingeschränkt tanzbar. SKARBONE 14 sind aber nicht nur musikalisch gut. Auch die Texte die komplett in Französisch gehalten sind, sind hörenswert. Die Band geht mit offenen Augen und Ohren durch die Welt und schöpft aus den Erlebnissen die sie machen aber auch aus dem Weltgeschehen die Inspiration für ihre Texte. Nicht unerwähnt sein, soll auch das liebevoll gestaltete Digipack im fantasievollem Comicstil. SKARBONE 14 sind mir persönlich etwas zu langsam, aber das ist meine persönliche Meinung und soll nicht ein allgemeingültiges Urteil sein. Jeder der auf exotische Klänge steht und gerne tanzt sollte die Band auf jeden Fall mal antesten. Frank
Auch auf ihrem dritten Album "Satellites" wollen SKARBONE 14 aus Belgien nichts von den Ska-Klischees dieser Welt wissen - stattdessen wuseln sich die acht Recken durch einen lebendigen Multikulti-Mix, der mitunter an SKA-P, besonders stark allerdings an die heiligen MANO NEGRA erinnert. Zwischen all den hitzig-hektischen Offbeats geht gerne mal der Punk, wird gerne mal gerockt, und besonders oft werden auch Latino-Rhythmen angeschlagen - Bossa, Salsa, Rumba, Merengue, was ihr wollt, kriegt ihr auch. Selbst Swing und Jazz lässt sich in dem bunten, aber stets homogenen Stilwirrwarr ausmachen. Es passiert also sehr viel, die Instrumentierung ist sehr variabel, jeder Song bietet etwas anderes, aufregendes und reizvolles. Viel Spielwitz, scharfe Chilischoten im Hinterausgang, unverkrampftes und freies Musizieren - und schwupp! - schon werden die Gliedmaßen des Hörers stimuliert. SKARBONE 14 dürften, wenn sie dieses Level und diesen Esprit beibehalten, recht bald in die noch großen Fußstapfen MANO NEGRAs treten. Chris
Auf geht's. Der Countdown läuft. SKARBONE schießen 14 Satelliten in den Weltraum, sind selbst mit dabei und begleiten die Reise mit einem unterhaltsamen Rhythmus, bei dem Fernweh mit karibischen Feeeling, Heimweh mit aufrüttelnden Chansons gemixt werden. Hier ein Langnese-Eis, dort Astronauten-Pogo und zwischendurch ein wenig Salsa im Kontrollzentrum. Mit einem kleinen Manifest im Gepäck sind die französisch-sprachigen Belgier high on emotion, wünschen sich ein kleines Stück Paradies auf Haiti, während sie am Seineufer mit der Ukulele die Sonne anblinzeln. SKARBONE 14 sind globale Weltenbummler, die den Flair der lebendigen Großstadt einatmen und wohl dosiert in kleine Überraschungseier verpacken. Du weißt nie, was dich erwartet, vielleicht eine Sarkozy-Figur, eine Melodie des Scheines oder ein kapitales Dilemma. Unter den Brücken, auf der Straße, im Weltall. SKARBONE 14 begleiten dich mit träumerischen, explosiven und weltoffenen Arrangements, die Freude bereiten, Sorgen vergessen und Appetit machen auf neue Abenteuer. Fred
Draußen beginnt die dicke Schneedecke langsam zu schmelzen, und da kommen auch gleich sonnigere Zeiten auf den Plattenspieler zu. Den Herren von Skarbone 14 dürfte es im nahen Belgien meteorologisch kaum besser gehen als uns, im Studio lassen sie aber mit jugendlichem Leichtsinn und einer fast ungesunden Portion Fernweh die Temperaturen rapide nach oben schnellen und schicken uns als Beweis dessen 'Satellites' rüber. Auf diesem ihrem dritten Album folgen sie willig großen Vorbildern wie Ska-P oder Mano Negra. Mal lässig, mal äußerst ambitioniert, bedenken sie uns mit orchestralem und sehr gekonntem Ska, zu dem man belustigt das Tanzbein schwingen und bei Bedarf auch ausrasten kann. Für reichlich Abwechslung sorgen in den 14 Songs verschiedenste Einflüsse, in denen Reggae und Diexieland durchschimmert, Bossa-Beats und Salsa per Metallophon zum Vorschein kommen, ganz herkömmlicher Rock einfließt und sogar Scratching- und HipHop-Elemente hinzugezogen werden. Über allem liegt aber immer und unverkennbar der Skarbone 14-Sound, der für den roten Faden auf 'Satellites' sorgt. Der passt perfekt in den Sommer, kann aber auch schon im Januar für gute Laune und die Vorfreude auf heiße Tage sorgen.