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"Flying Circus" CD / LP
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Die Mad Monks aus Bremen sind mir bisher nur durch einen eher unkonventionellen Festivalauftritt im Jahre 2006 in Erinnerung geblieben. Ihr Maskottchen, der Black Monk begleitet nun den Hörer durch ihr neues Album Flying Circus und taucht sogar in einem extra für das Album entworfenen, wenn auch etwas sinnfreien, Comic auf. Im Norden der Republik schon mit einem enormen Bekanntheitsgrad ausgestattet, schickt sich die Band mit ihrem neuen Longplayer sich in die Herzen der restlichen Provinz zu spielen. Das sich die fünf Mönche mit dem Album Mühe gegeben haben ist in jedem Detail erkennbar. Die Bandinfo kommt als fett gedrucktes und extrem ausführliches Heft ins Haus geflattert, dazu gibt es ein Handarbeitszertifikat , das einem erklärt welches der Bandmitglieder das vorliegende Digipack zusammengeklebt und zugeschweisst hat. Im Booklet befinden sich neben den obligatorischen Songtexten der angesprochene Comicstrip. So eine Ausstattung macht Spass, sieht man nicht alle Tage. Musikalisch spezialisieren sich die Mönche auf feinsten Ska mit Punkeinflüssen. Als Referenz müssen ein weiteres Mal die guten alten Mad Caddies herhalten. Das Album mit seinen immerhin 15 Titeln ist nicht zuletzt durch einen Haufen Gastsängern von Bands wie Skannibal Schmitt, Velvetone oder President Evil extrem abwechslungsreich. Die Instrumentalnummer Dead Man's Canyon könnte einem Italo-Western entsprungen sein. One minute of pure riot macht seinem Namen durch extreme Geschwindigkeit alle Ehre, Me and my guitar wird von Frauengesang unterstützt, Alltag und Stress und so... geht in Richtung Dancehall. Die Mad Monks packen mit dem Flying Circus eine musikalische Wundertüte aus Punk, Spass und Ska, von der sich viele Bands einiges abschauen könnten und sollten. Knalleralbum. Jeder der auch nur entfernt was mit Blechblasinstrumenten anfangen kann, sollte hier zuschlagen.
Es ist schon fast unheimlich, wie groß dieses Promopaket ist. Nicht nur lose CD und Packungsbeilage, sondern Bandinfo als Buch, ein signiertes Foto der Band und in dem sehr aufwendig produzierten Digipack dann auch noch ein original Handarbeits-Zertifikat. Dann muss jetzt ja nur noch der Inhalt stimmen und schon kann den MAD MONKS auf ihrem Weg zu Ruhm und Ehren nichts mehr passieren... "Flying Circus" heißt der Nachfolger von "Welcome to Mad Monk Abbey" und wie auch schon beim Debütalbum hat der Fan wieder die Möglichkeit, sich das Album kostenlos (!) auf der Band-Homepage herunter zu laden und sich bei Gefallen die CD auf einem der unzähligen Gigs zu einem mehr als fairen Preis zu besorgen. Sound-Technisch sind sich die MAD MONKS - wie man so schön sagt - treu geblieben. Der Sound von "Flying Circus" hat immer noch so seine Ecken und Kanten, ist aber seinem Vorgänger gegenüber schon runder geworden, musikalisch klingt alles sehr vertraut, manchmal hat mein ein bisschen den Eindruck als würden sich gewisse Riffs auf beiden CDs in manchen Songs wiederfinden. Auf jeden Fall fliegt trotzdem erstmal ordentlich die Kuh in alle Richtungen, wie zum Beispiel beim Opener und Titletrack "Flying Circus" und so geht es in den folgenden Songs auch mit einer soliden Mischung aus Ska, Punk, Swing, Bossa und auch einer Prise Metal weiter, unterstützt werden die Mönche dabei von zahlreichen Gastmusikern anderer Bands wie zum Beispiel PRESIDENT EVIL, SKANNIBAL SCHMITT oder THE DRIFTWOOD FAIRYTALES. Und wenn man denkt es ist schon alles vorbei, dann kommt mit "Alltag und Stress und so ... " nochmal ein richtiger Kracher daher! Insgesamt lässt sich sagen, dass dieses Album eine wirklich abwechselungsreiche Scheibe ist und Laune macht, die Truppe einmal live zu sehen, was ich übrigens, seit ich die Band einmal mit den unwahrscheinlichen DISTEMPER zusammen gesehen habe, nur empfehlen kann.
Heidewitzka, Herr Kapitän! Na da hat sich aber wirklich jemand Gedanken über seien Musik und vor allem deren Präsentation gemacht und hier in wunderbarer DIY-Attitüde eines der schicksten Digipacks überhaupt herausgehauen. Und gleichzeitig laden sie den Hörer auch noch ein, die Songs für umme runter zuladen, wenn man die Band nicht unterstützen will oder Digipacks nicht sonderlich wertschätzt. Die MAD MONKS aus Bremen beweisen hier also eine ganze Menge mehr Mut als die meisten anderen Bands der Welt. Und die Verpackung um das Digipack herum samt Wachssiegel (und das Handarbeits-Zertifikat) sind da nur die Sahne oben drauf... Also, da muss ich ganz ehrlich zunächst mal den Hut vor den Nordlichtern ziehen. Nicht nur mutig, sondern auch noch wirklich value for money! Aber genug von der Verpackung (ich sage: kaufen, nicht laden!), kommen wir zur Musik: Die bekloppten Mönche wandeln ziemlich gut auf den Pfaden von Bands wie den MAD CADDIES oder FURILLO - wobei vor allem die Bläsersätze und einige der vielen Instrumentalparts mich an die leider verblichenen Skandinavier erinnern. In ein/zwei Songs klingen die Punkeinsätze sogar simpel und frisch wie bei den großartigen SUBLIME. Beste Voraussetzungen also für alle Fans des Genres. Zwar lässt das Intro auf viel gewollte Komik deuten, aber glücklicherweise können sich die Mönche das noch zügeln - wenn auch der Spaßfaktor hier bei weitem nicht ausgeblendet wird. Die Songs sind recht unterschiedlich gestaltet und vor allem die Bläser nehmen einen wichtigen Stellenwert ein und sind eben nicht nur schmückendes Beiwerk. Am Schluss des Albums kommen dann sogar leichte Dancehall-Einflüsse rein und der frankophone Gesang könnte von IRIE REVOLTES stammen (aber beim nachforschen stellen sie sich als SKANNIBAL SCHMITT aus Frankreich heraus). Zwar ist die Musik ehre für den Sommer geeignet, aber durch das Vermeiden von allzu platten Fun-Ska-Punk-Formeln können sich die MAD MONKS auch ein wenig Tiefe sichern (wenn dieser Bereich auch noch etwas weiter ausgebaut werden kann...), wobei vor allem die bewusste Einbindung der Bläser verantwortlich ist. Ich denke zwar, dass mir das Album auch grade aufgrund der Verpackung so gut gefällt, aber sei`s drum! Ein echt schicker Hingucker für die Plattensammlung und die Musik ist auch noch gut. Skapunk-Fans: ab dafür und das Teil kaufen! Kai
Das man aus Ska-Punk so einiges raus holen kann beweisen die Mad Monks auf Ihrer zweiten Scheibe. Wobei hier der Name Mad Monks treffender nicht gewählt werden konnte. Ja, Mad steht drauf und das ist auch drin. Dieser wilde Haufen wirkt schon auf den ersten Blick ins total fett aufgemachte Digipack absolut sympathisch und durchgeknallt. Mit der Optisch überzeugenden Aufmachung haben die verrückten Mönche schon mal den ersten optischen Test mit Bravour bestanden. Inhaltlich geht es genauso wie optisch ziemlich durchgeknallt weiter. Das "durchgeknallt" ist hier natürlich absolut positiv zu bewerten. Die Jungs + Frau scheinen einen ziemlich schrägen Humor zu haben der sich quer durch das komplette Album zieht. Keine Sorge, trotz des großen Humors rutscht die Platte nicht in die Albernheit ab. Die Platte ist ein Drahtseilakt zwischen Humor und genügend Ernsthaftigkeit den die Band souverän meistert. Mit einem wilden Circus-Intro wird der "Flying Circus" eröffnet und startet danach mit einem feinen Punkrocksong in hohem Tempo und scharfen Bläsersätzen durch. Weiter geht es, beim zweiten Song, mit einem rasantem Offbeatrythmus und wirklich schrägen Circusmelodien. Danach gibt es eine kleine Verschnaufpause mit einem einfachen Punkrockigen Stück. Nun werden die Pferde in die Manege geschickt und es gibt einen kleinen Ausflug in die Countryecke. An Abwechslung mangelts den Mönchen sicher nicht, denn im Anschluss gibt es direkt  eine 180° Wende und es wird wieder punkig drauf losgerockt mit kurzen Reggaephasen innerhalb des Songs. Und das beste, ich bin erst bei Stück sechs, wohlgmerkt. Beim siebten Stück erinnert mich der Stil ein wenig an die Voodoo Glowskulls. Beim achten Stück einem Westernlastigen Instrumental gibt es wieder eine kurze Verschnaufpause. Dann wird Vollgas gegeben mit einem Hardcorelastigen Stück. Der Stilpottpourie geht weiter mit einem kleinen bisschen Metal, Folk und jeder Menge Punkrock und Ska. Abgeschlossen wird das Album mit einem schon fast Dancehalllastigen Reggaestück in deutsch. Der Rest ist übrigens in Englisch gesungen für die internationale Note. Trotz der großen Stilvielfalt harmoniert das gesamte Album und lässt sich problemlos am Stück hören da einfach immer wieder  was neues kommt. Beschreiben würde ich diese Mixtur als ein Gebräu aus den Voodoo Glowskulls und den Italienern von Talco mit einem fetten Spritzer Circusflair und Punkrock ja und eben Ska der schnellen und modernen Sorte. Weißte Bescheid, ne! Noch nicht? Ok nochmal in kurz. Wer schrägen Humor hat, Punkrock mag und Skapunk nicht abgeneigt ist kann zugreifen oder muss mindestens einmal reingehört haben. Selten habe ich so einen schrägen Mix mit so viel Energie gehört. Ich freue mich schon drauf die Mad Monks mal live zu sehen. Dürfte dem Album nach ein sehr amüsanter Abend werden.  2+  Daniel
Allein der Begriff "Mad" im Namen der "Mad Monks" und auf ihrer zweiten Scheibe "Flying Circus" ist vielversprechend...und wird im Erscheinungsbild des schicken Digi-Packs auch gehalten. Aber nicht nur drum herum, sondern auch drin ist "Mad" angesagt. Ska-Punk mit schrägem Humor zieht sich quer durch "Flying Circus", ohne seine Ernsthaftigkeit zu verlieren. Eröffnet wird die Platte direkt mit einem wilden und stilechten Intro voller Zirkusmusik und Eindrücken bevor es mit hohem Tempo und glasklarem Bläsereinsatz zum ersten Punk-Rock-Song geht. Anschließend berauschen einen erneut Zirkusklänge zu heißem Off-Beat. Pausen werden einem hier zum Glück nicht gegönnt. Aber ein wenig softer startet man mit dem Titel "Fiesta de la Resistencia" in einen kleinen Ausflug Richtung Country. Aber direkt darauf folgt wieder der Wandel zu härteren Klängen und groovenden Beats mit "Dragons and Fireflies". "Flying Circus" bietet bis zum letzten Song "Alltag und Stress und so..." eine interessante Abwechslung mit verschiedenen Stilmitteln, ohne das "Mad Monks" sich und ihrer Energie untreu werden. Eine tolle Scheibe und ein ehrenwerter Nachfolger des Erstlingswerks der "Mad Monks". Sie verstehen es wie gehabt, verschiedene Arrangements so anzuwenden, dass sie enorm positiv für den einzelnen Song zum tragen kommen. Sollte man reinhören. Anspieltipps: Hell Yeah!!!, Supercowl -censored
Wer auf die Idee kommt, sein Band-Info in Form eines kleinen, sauber gedruckten Heftes herauszubringen, das allerlei Quatsch enthält, hat schon mal meine Sympathien auf seiner Seite. Wenn er dann noch seine CD richtig schick gestaltet und ein kleines Comic-Heft als Booklet beifügt, erhöhen sich die Sympathiewerte noch weiter. Verantwortlich für das ganze ist die Band Mad Monks aus Bremen, die Ska-Punk spielt. Das ist jetzt im Jahr 2009 keine besonders originelle Musikrichtung mehr, und es wäre gelogen, der Band herausstechende Bedeutung zu verleihen. Was die vier Burschen aber auf ihrer CD »Flying Circus« machen, ist absolut gelungener und schmissiger Sound, der einen nicht ruhig stehen oder sitzen läßt und der gut in die Beine geht. Vor allem live stelle ich mir das ziemlich klasse vor. Die Stücke werden mit verdammt viel Spielfreude durchgebollert, der Punkrock-Anteil ist recht hoch, und es klingt alles so, als habe man mit viel Pfeffer nachgewürzt: knallig und rasant also. Gefällt mir sehr gut! Klaus N. Frick
Ich steh' auf Metal! Da passt Ska-Punk irgendwie nicht so ganz auf meine Schiene. Doch die witzige und aufwändige Aufmachung des Albums Flying Circus von den Mad Monks (inklusive Handarbeits-Zertifikat), das schrille Foto der Band und die Tatsache, dass man genau dieses Album auch noch von deren Webseite downloaden kann, veranlasste mich doch zum Anhören. Bereut habe ich es nicht...Das Album ist richtig schön flowig, abwechslungsreich und zeigt sich in allerlei Gewändern, von Reggae, Country, Pop und sonst irgendwas, ohne allerdings den Faden zum Ska-Punk zu verlieren...selbst harte Ansätze sind zu vernehmen, was mir natürlich besonders gefällt :-) Ja, und wieso verkaufen die ein Album, welches man downloaden kann? Fakt ist, die Jungs haben Spaß an der Musik, das hört man. Also ab auf deren Seite, die Scheibe runterladen und wenn sie euch gefällt, tut der Band den Gefallen und kauft das Album "Flying Circus" - verdient haben sie es :-) Mehr Infos und DL unter www.madmonks.de
Die MAD MONKS aus Bremen sind eine recht ungewöhnliche Band. Nicht weil man eigentlich alles in den eigenen Händen hält und eine der mit Abstand liebevollsten "Verpackungen" seit langer Zeit kreiert hat. Als wenn aber ein aufwändiges Digi-Pack, ein ungewöhnliches Bandfoto und ein eigens entworfenes Comic nicht schon genug wäre, gibt es das gesamte Album auch als kostenlosen Download auf ihrer Internetseite. Wie das zusammenpasst verraten sie übrigens auch gleich mit. Mehr Pluspunkte sind zum jetzigen Zeitpunkt schlichtweg nicht möglich. Und ähnlich breit aufgestellt wie mit dem ganzen Drumherum präsentiert sich die Band auch musikalisch. Da gibt es zum Beispiel die Bläserfraktion, die das Geschehen schnell tanzbar macht. Wie beim großartigen "Fiesta De La Resistencia", mit dezentem Mexicana-Flair und selbst der wortkarge Clint Eastwood könnte mit Zigarillo im Mund um die Ecke reiten. Ska-Punk wie man ihn wohl am ehesten versteht gibt es ab und an auch mal zu hören. Aber eigentlich sind die MAD MONKS dann am besten, wenn sie eben diese Schiene verlassen und etwas Neues oder anderes probieren. Selbst wenn es eine deutlich härtere kurze Nummer wie "One Minute Of Pure Riot" ist. Insgesamt ein wirklich tolles wie abwechslungsreiches Album, bei dem Erinnerungen an das erste Werk der MAD CADDIES aufkommen. Zwischen tanzbar und rockig ist alles drin. Christian
Die MAD MONKS aus Bremen sind einfach mal eine Band, die mir wirklich von Anfang an sympathisch war. Nicht nur, dass man sich den DIY-Prinzipien verschrieben hat und das inzwischen zweite Album "Flying Circus" komplett selbst produziert hat, sondern auch die Tatsache, dass man das Album dann umsonst zum Download auf der Bandpage parat hält, macht die fünf Bremer schon einmal sehr liebenswert. Dazu kommt dann noch die großartige Aufmachung des Albums, die kein Auge trocken lassen dürfte: Neben einer Booklet-förmigen Bandinfo und einem sehr Freakshow-mäßig angehauchten Bandfoto bekommt man im eigentlichen Booklet neben den Texten der 15 Songs noch einen achtseitigen (etwas seltsamen) Comic über einen bierbrauenden Geistermönch zu lesen und ein Zertifikat darüber, welches Bandmitglied die CD eigenhändig eingepackt hat. Wenn das mal kein Anreiz zum Kauf des Albums ist, dann weiß ich auch nicht. Aber natürlich darf man bei allem Drumherum das Wichtigste nicht aus den Augen verlieren, nämlich die Musik. Was die MAD MONKS hier bieten ist im Prinzip Ska-Punk im Stil der MAD CADDIES, der allerdings des Öfteren durch andere Musikrichtungen (etwa Reggae, Country, Western, Rockabilly und hin und wieder sogar ein wenig Hardcore), Sprachen (Es wird zwar größtenteils auf englisch gesungen, gelegentlich darf es aber auch schon einmal französisch oder deutsch sein) und jede Menge Gastauftritte erweitert und ergänzt wird. In stolzen 48 Minuten Spielzeit gibt meistens die Bläserfraktion den Ton an, während sich die anderen Instrumente eher dezent zurückhalten, was eigentlich schade ist, da gerade die Gitarre einige gute Impulse geben kann und sicherlich noch mehr glänzen würde, wenn man sie nur lassen würde. Die für das Genre recht raue Stimme von Sänger und Gitarrist Daniel (alias Captain Firestarter) ist bei der Menge an Abwechslung, die "Flying Circus" bietet, der Leim, der die Songs zusammen hält und dem Album trotz aller Abwechslung einen roten Faden verleiht. Gelegentlich würde man sich bei den vielen Mid-Tempo Nummern, die auf "Flying Circus" zu finden sind, ein wenig mehr Tempo und Power wünschen, auch weil man bei einigen Songs deutlich merkt, wie gut sie mit etwas mehr Arschtret-Ambition funktionieren ("Among Skannibals", "One Minute Of Pure Riot"). Eine weitere Eigenart der verrückten Mönche ist ebenfalls, dass man wahrscheinlich viele Fans des Genres dadurch verschrecken dürfte, dass "Flying Circus" nicht wirklich so partytauglich klingt, wie man es vielleicht erwarten würde, sondern teilweise fast schon nachdenklich wirkt (Bestes Beispiel hierfür ist das Western-mäßig angehauchte Instrumental-Stück "Dead Mans's Canyon"). Aber diese Herangehensweise zeigt auf der anderen Seite eben auch, dass hier eine Band vom Leder zieht, die sich nicht unbedingt in Schubladen pressen lässt, sondern souverän ihr eigenes Ding macht. Insgesamt gibt es mit Ausnahme von "The Song Of The Dead", bei dem Gastsänger Farmer Maggot (SORROWFIELD) einmal böse etwas aus dem Necronomicon vorgrunzen darf, was aber irgendwo dann doch etwas zuviel des Guten ist, eigentlich keinen Durchhänger, was bei immerhin 15 Songs keine schlechte Leistung ist. "Flying Circus" ist sicherlich ein abwechslungsreiches und eigenständiges Album, das solide eingespielt und produziert ist, bei dem mir persönlich aber irgendwie noch das gewisse Etwas fehlt, das den Funken wirklich überspringen lässt, was vielleicht aber auch einfach daran liegt, dass ich Ska im Allgemeinen etwas kritisch gegenüber stehe. Für das musikalische Geschehen gibt es also sieben Punkte und dafür, dass mir die Band so verdammt sympathisch ist und sich soviel Mühe mit dem Release gegeben hat, gibt es nochmal einen Punkt extra. Werner
Die Bremer Ska-Punk-Spaßvögel mit dem augenzwinkernden Horror-Image (irgendwo zwischen der Addams-Family und der Rocky Horror Picture Show) haben ihr neues Album konzeptionell angelehnt an "Monty Python's Flying Circus" und bieten einen wilden Parforceritt durch diverse Stile (Reggae, Metal, Hardcore, Country, Rock, Latin, Folk ...), immer aber auf der Grundlage eines treibend-punkigen Skateppichs. Den Spaß, den die Musikanten beim Eintrümmern des Albums offensichtlich hatten, spürt man jede Sekunde, der mit hohem Bläseranteil aufwartende Sound ist geradezu praedestiniert für die Bühnen der Welt. Und das Ganze verpackt in einem wunderschönen Klapp-Digipack aus fettem, rauen Karto, dazu extra ein begnadet gut gezeichnetes Splatter-Comic des Bremer Comic-Künstlers Lepski. Total aufregend und hochsympathisch, was die Mannschaft in Zusammenarbeit mit haufenweise Gastmusikern hier eingetütet hat. Paulchen 7
In den Zeiten von myspace, MP3 & Co. ist an vielen Stellen eine Diskussion um die "Wertigkeit" von Musik entbrannt. Lässt sich das kreative Schaffen von Musikern auf bloße Tracks reduzieren, die losgelöst von Artwork und Haptik funktionieren? Kann so trotzdem eine emotionale Bindung zwischen Hörern/Konsumenten und Künstlern entstehen? Die Norddeutschen MAD MONKS glauben das nicht und haben deshalb für ihr zweites Album ein schickes, nicht alltägliches und sehenswertes Gesampaket geschaffen. Der dicke Digipak ist aus hochwertigem Karton produziert, während das Booklet um das 8-seitige Comic "Das Bierkomplott" erweitert wird. Der gehobene Anspruch und die Liebe fürs Detail setzen sich auch musikalisch fort. Das Quintett aus Bremen erschafft einen unterhaltsamen, wandelbaren Crossover-Mix, der im Kern Ska-Punk ist. Darauf zu limitieren ist "Flying Circus" jedoch nicht. Die MAD MONKS nehmen sich selbstbewusst die Freiheit, in vielen Genres und Stilen zu wildern und Elemente aus dem Folk, Country, Reggae, usw. zwanglos zu integrieren und ihr Spektrum so natürlich zu erweitern. Dem Unterhaltungswert ist das nur zuträglich. Der ausgewogene Mix zwischen tanzfördernder Tempoorientierung und zurückgenommenem Schwelgen sorgt für gute Kontraste, wobei der Fünfer auch die transportierten Stimmungen schön variiert. "Flying Circus" ist ein insgesamt positiv gestimmtes Album, doch einige nachdenkliche Momente gibt es auch. Arne
Dem doppelt aufklappbaren Digipack aus dicker Pappe - ohne Hochglanz - steckt neben einem fetten Booklet, das außer den Texten noch den achtseitigen, gut gezeichneten, gar gruseligen Comic The black Monk - Das Bierkomplott enthält, auch noch ein "Handarbeits-Zertifikat bei". Auf ihm bestätigt (im Fall meiner CD) Daniel, dass das Booklet ein garantiert handgefertigtes, gefaltetes und geklebtes Unikat ist. Cool! In solcher Verpackung machen CDs schon Spaß, bevor die CD überhaupt im Player steckt. Sonderapplaus!!! Und was dann aus den Boxen tönt, liefert keinen Grund, das Grinsen aus dem Gesicht verschwinden zu lassen. Die Mad Monks brauen einen schönen Verschnitt aus Ska und Punk. Zu Beginn erinnern sie mich an die Seasick Pirates, die genau wie die Mönche mal mit einem Album an den Start gegangen sind, dessen Cover an ein Filmplakat erinnerte. Neben härteren Klängen, die in Richtung Ska-Core gehen, verarbeiten die Mad Monks auch Bläsersätze, die an gefühlvolle Tex Mex- oder fröhliche Zirkus-Sounds erinnern. Dabei sind Bläser und Gitarren zwischen Punk und Rock allgegenwärtig. Diese Mischung ist nichts ganz Neues. Der Flying Circus ist aber einer der guten in diesem Stall und mit der Verpackung wird er zum Schmuckstück im Regal. Norbert von Fransecky
Eigentlich würde ich gerne nur verkünden: „Feuer! Unverzüglich CD erwerben, saugfähiges T-Shirt anlegen und live erleben!“ Aber das gäbe wohl mangels Engagement Mecker vom Noisy Neighbours und zukünftig keine Scheiben mehr vom Label. Dann eben: Hammer Ska-Punk mit nicht abreißendem Bewegungsdrang, sauberem Handwerk, hart verzerrten und lauten Saiteninstrumenten, ordentlichem Gebläse (z.T. balkanös), klarem Reggae zum Luftholen, unerwartetem Countrygeschmetter in SkaSwing, französischem Rap, schön melancholischspannendem Mexikanischem zum Sinnieren, einigermaßen geübtem Gesang, der in ruhigeren Momenten (englisch, deutsch) nicht immer optimal im Soundsattel sitzt. Witz, Zorn, Krieg, soziale Spannungen, bekiffte Naturverbundenheit und Ausbruchswille laden sogar manchmal zum Texthören ein. Aber es ist sicherlich nicht die hauptsächliche Intention der Mönche, irgendwelche hochtrabenden Botschaften zu verkünden. Eher die Produktion etwas andersartig-abwechslungsreicher Unterhaltung. Aber warum, Jungs, klaut ihr Monty Python den Namen? Ehre wem Ehre gebührt? Keine bessere Idee? Drauf geschissen? Passt aber gut zum Sound und dem vermeintlichen Chaos, – „Flying Circus“ – in dem der eine vollkommen furios mit Konfetti um sich wirft, der andere auf nem schwarzen Pferd konstant im Kreis reitet, der Dritte kopfüber vom Zeltdach in die Manege baumelt und mit verdrehten Augen brabbelt, singt, schreit, lacht, während im angefeuchteten Planschbecken eine wilde Verfolgungsjagd stattfindet. Mit damned festgezurrten Seifeblöcken an den Füßen. Fünf Bremer, die mit ihrem schon zweiten guten Album endlich auch mal südlich des Mittellandkanals bekannt werden sollten. 12 Punkte - Matthias Kühn
Ich habe mir wirklich alle Mühe gegeben, die MAD MONKS doof zu finden. Ich habe einen äußerst schlechten Tag, gerade wirklich überhaupt keine Lust auf Ska-Punk und tierisch Bock mal so richtig über jemanden herzuziehen. Aber, nein, die MAD MONKS müssen ja geradezu penetrant alles richtig machen. Ich wollte ihnen zuerst vorwerfen, dieser rauhe Gesang sei unelegant unc machistisch, aber sie grooven gleichzeitig so derbe, dass gerade aus dieser Kombination die geschmacklich perfekte Ska-Punk-Würze rieselt. Dann wollte ich sie von der anderen Seite packen und ihnen nachweisen, dass sie dafür nicht kräftig genug auf die Punk-Pauke hauen könnten. Aber auch dieser Versuch stand von Anfang an auf wackeligen Beinen und brach spätestens mit dem Gänsehaut-skatepunk-Chor von "The black monk returns" aufs Peinlichste in sich zusammen. Na okay, dann haben sie also eine ziemlich gute Rezeptur gefunden - aber die wird doch auch irgendwann eintönig, nicht? Würde sie vielleicht, aber nicht wenn man noch mal eben Mariachi-Sounds dazwischen schmeißt, wie sie die VOODOO GLOW SKULLS in ihren besten, ruhigen Momenten nicht schicker hinbekommen hätten, oder kämpferische Blechhymnen, nicht schlechter als die der alten CATCH 22. Und, meine Güte, zugegeben, das Artwork ist ebenfalls und im Booklet befindet sich auch noch ein netter, achtseitiger Comic. Sonst noch was? Ach so, man kann das ganze Album alternativ auch kostenlos auf eurer Homepage herunterladen? Ey, haut doch ab, ihr Streber. (9) Ferdinand Praxl
Ziemlich aufwendig gestaltetes Teil im Pappoutfit, Zertifikat für garantierte Handarbeit, Comic im Booklet und alles im Freakshow Design. Macht zuerst den Eindruck man habe es mit dreckigem Rock´n Roll zu tun, aber tatsächlich verbirgt sich (dreckiger) Ska-Rock dahinter. So was macht natürlich skeptisch, aber im weiteren Verlauf wird dann doch klar, dass man es hier nicht mit dem üblichen Ska-Einheitsbrei zu tun hat und die Protagonisten vermitteln glücklicherweise auch nicht das entsprechende Proletenimage. Der Sound geht dann schon eher in Richtung Bosstones oder alte Mad Caddies und bietet ne ordentliche Kante Rock´n Roll. Gehuldigt wird auch ausgiebig dem Gerstensaft und einer Affinität zum Horrorgenre, aber alles auf leichtfüßige, unpeinliche Weise. In diesem Kontext machen Skaelemente wirklich noch Spass, auch wenn es nicht völlig neu ist, aber zumindest versprüht es genügend Authentizität und geht einfach gut ab. (PeeP)
Im norddeutschen Raum haben sich die Mad Monks aus Bremen mittlerweile zu einer festen Größe im Ska-Punk Sektor etabliert. Schon ihr Debütalbum "Welcome to the Mad Monk's Abbey" fand viele lobende Worte.  Nun kommt das Bremer Quintett mit ihrem zweiten Long Player "Flying Circus" daher. Die Basis des Albums ist immernoch schöner Ska-Punk gepaart mit tanzbaren Offbeat Nummern. Schön unaufgeregt wechseln sich die Punkrock Riffs mit mehrstimmigen Bläsersätzen ab. Bestes Beispiel hierfür ist "One Minute of Pure Riot" bei der Zeki ( Ex-F-Three) seinen Beitrag im Studio leistete. "Flying Circus" hat aber noch einiges mehr zu bieten . Die Mad Monks lassen sich bei ihrem Songwriting offenbar aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen inspirieren.  Keine Chance für langweiligen Einheitsbrei. So wird etwa aus "Me and my guitar" eine schöne Swing-Country Nummer mit Kontrabass und weiblicher Unterstützung am Gesang. Die Scheibe selbst kommt nun in einem wirklich fetten Karton Digipack daher, mit allerlei nettem Schnick Schnack und einem vom Bremer Künstler gestalteten kleinen Comic. Für Fans von Ska Punk auch jenseits der Elbe sind die Mad Monks eine Empfehlung wert. Da haben die Nordlichter was richtig Gutes auf die Beine gestellt. Auch wenn ich von Ska Punk lieber etwas abstand nehme, so hat Mad Monks' "Flying Circus" mit seiner Mischung aus tanzbaren Offbeat Songs und knackigen Punknummer doch was für sich. Florian Stoffelen
Nun isser also da: Der Tag der Abrechnung ;-)). Nein! Der war nur für Insider. Die Mad Monks aus Bremen zaubern hier einen phantastischen Tonträger aus dem Hut. Natürlich in der von ANR gewohnt genialen Aufmachung. Tolles Digipack, superliebevoll gestaltet und in Handarbeit verpackt. Mag man das jetzt Skapunk nennen? Vermutlich ja. Das ist so die Voodoo Glow Skulls - Schule und wäre auch auf Leeach Records super aufgehoben gewesen. Die Mad Monks sind beispielslos verspielte Jungs, die ein aberwitziges und extrem abwechslungsreiches Album gemacht haben. Vielleicht liegt da genau das Problem: Es gefällt mir zu gut, um wirklich die Massen zu erreichen. Der Bogen von Ska, über Dixie, zu Hardcore, RnB ist teilweise arg gespannt. Genau wie es mir gefällt. Also gehet hin und kaufet diese CD. Swen.
Wie mir scheint wird ANR das Label für außergewöhnliche Produktionen. Denn die Scheibe der Bremer ist mal wieder was ganz Einzigartiges: Das aufgeraute Digipack ist vollständig in Eigenregie gefaltet, geklebt und geschnitten (meins laut Handarbeitszertifikat von Sven), das geile Booklet ist zur Hälfte ein bierseliges Comic und insgesamt ist komplett alles selbst produziert. Den DIY-Ehrenorden delux bekommt die Band obendrein verordnet, da man alle 15 Songs auf ihrer Homepage runterladen kann! Was das soll, ist absolut ehrenwert: Sie wollen sich bei ihren Fans bedanken. Wer jetzt noch wissen will, was die durchgeknallten Mönche für Mucke machen, sollte gerne viel Lachen und Spaß haben: Skapunk ist hier der Herr im Lande. Doch wie bei zahlreichen Kollegen dieses Oberbegriffs wird hier viel gefrickelt und sich auf artverwandtem Terrain rumgetrieben. So sind hier so ziemlich alle Stile vertreten, die was mit Tröten und Sonne im Blut zu tun haben. Aber um noch einmal auf den Anfang zu kommen: Eine uneingeschränkte Meisterleistung des DIY. Bocky
Da flatterte vor kurzem mal wieder ein Umschlag des sympathischen Labels ANR aus Berlin in meinen Briefkasten. Voller Spannung öffnete ich ihn. Und was sah ich? Einen weiteren Umschlag aus dunklem Papier, mit einem Siegel darauf. Was könnte das nur sein? Ich brach das Siegel und schaute nach. Es war das neue Album der MAD MONKS aus Bremen. Im dicken Pappdigipack und dickem Booklet mit Comic kommt es daher. Für Promozwecke wurde auch extra ein kleines Bandinfo gedruckt, was ungefähr im Format der alten Pixi-Kinderbücher sofort zu gefallen wusste. Dann kommt noch ein Original-Foto dazu, und nach dem kleinen Zettel in der CD zu urteilen, hat die Band sogar das alles selber gemacht, persönlich verpackt, und kontrolliert, damit auch alles dabei ist. Die MAD MONKS wissen also von der Verpackung schon mal zu beeindrucken. Dazu ist auch noch alles von der Band selber gezahlt, weil selber produziert worden, was insgesamt einen fünfstelligen Betrag ausgemacht hat. Hier trifft Herzblut auf Leidenschaft und Selbstlosigkeit. Echt irre, diese Band aus dem hohen Norden. Was ist aber nun auf der CD? Wie ist nun der Inhalt? Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, denn die MAD MONKS setzen sich stilistisch kaum Grenzen, und so ist dieses Album extrem abwechslungsreich und auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig. Die Band hat sich dem Skapunk verschrieben, wobei ich das eher Offbeat-Punk nennen würde. Sehr oft und sehr dominant ist der Offbeat zu hören. Einige Songs erinnern an die Moskauer Skapunker von DISTEMPER. Dann gibt es aber auch wieder Songs die fast experimentiell klingen. Der Song "Alltag und Stress und so..." ist nicht nur der einzige Song in Deutsch auf dem Album, sondern auch eine schicke Ragga / Dancehallnummer die mit dem Sänger von SKANNIBAL SCHMITT aus Frankreich intoniert wurde. Es gibt wirklich für fast jeden Geschmack einen Song, wobei die Band, obwohl sie so stiloffen agiert, über das komplette Album musikalisch einen roten Faden spannen kann, und damit ihren eigenen Stil offenbart. MAD MONKS ist anders als viele Skapunk-Bands. Vielleicht musikalisch ein bisschen offener, vielleicht auch nur ein bisschen verrückter. Auf jeden Fall ist dieses Album außergewöhnlich, und wird sicher noch einige Zeit in meinem CD-Player verbringen. Frank
Wenn eine Band so richtig idealistisch ist, dann sind das die norddeutschen Ska-Punks von MAD MONKS. Nicht genug damit, dass das extrem liebevoll gestaltete Digipak und das unter anderem auch ein Comic beinhaltende Booklet von den MAD MONKS komplett selbst geschnippelt, geknickt, getackert und geklebt wurde und so einigen professionellen Releases locker den Rang abläuft, nein, die Band bietet das Album zusätzlich auch noch als kostenlosen Download auf der Bandhomepage an! Lässt man das eher unsupi klingende Denglisch des Gitarristen und Sängers Captain Firestarter mal außer Acht, ist dem von diversen Gastmusikern unterstützten Fünfer eine spaßige, stimmungsgeladene Ska-Scheibe gelungen, auf der sich Punk, Hardcore, Swing, Country, Folk, Reggae, Dancehall, Rock'n'Roll und lateinamerikanische Musik mit den hektischen Offbeats abwechseln oder in wohliger Zweisamkeit wilde Tänze aufführen. Zwar hinkt der Vergleich ein wenig, aber die stilistische Offenheit und das Multikulti-Flair erinnert entfernt an die leider nicht mehr existierenden, famosen MANO NEGRA - eben nicht direkt musikalisch, sondern vom Ansatz her. Wer Songs wie "Fiesta De La Resistencia" hört, kann eventuell nachvollziehen, was ich meine. Und auch bei den MAD MONKS scheint es so zu sein, dass sich die partykompatible Musik der Schergen erst live so richtig entfaltet und einem die berühmten Hummeln in den Arsch zaubert. Also, egal ob in Patchinkos Hölle oder im fliegenden Zirkus: Hauptsache Spaß! Chris
Die Bremer machen Skapunk, wie er sein soll: Druckvoll, eingägnig, humorvoll und mit klaren Aussagen. Neben den SKATOONS sind die MAD MONKS definitiv die beste Skapunk-Combo Deutschlands zurzeit. Selbst Vergleiche mit den mächtigen MAD CADDIES brauchen sie mit dieser Scheibe nicht zu scheuen. Nicht nur das Coverartwork (übrigens klasse mit lustigem Comic, allein schon den Kauf wert) auch die Musik erinnert an die amerikanischen Vorbilder. Der Dixie-Sound in "Me And My Guitar" kommt einem doch sofort bekannt vor. Die mexikanischen Einflüsse klingen im Gegensatz zur Konkurenz nicht peinlich und aufgesetzt. Die MAD MONKS machen auf "Flying Circus" alles richtig. Nur die Länge der Refrains finden ich noch ausbaufähig. Florian Vogel
SkaPunk pur, und wie sollte es auch anders sein, getränkt vom Rhythmus der Musik. Wobei dieses Album doch relativ brav am Gehörgang anklopft. 15 Tracks - ich sage jetzt mal in fast zu schönem Gewand - unterhalten mich zwar gut, aber das Letztendliche fehlt mir dann doch. Was ist das? Nun ja, ich mag es einfach ein wenig schmutziger, wobei mir der Song "Among Skannibals" letztendlich doch sehr am Herzen liegt. (howie)
Eins gleich vorneweg: Mit dem Serie-gewordenen Wahnwitz Monty Pythons hat der "Flying Circus" der Mad Monks nichts zu tun. Vielmehr sind die Bremer Artgenossen der Voodoo Glow Skulls und präsentieren auf ihrem zweiten Album gewohnt fitten Ska-Punk mit Metal, Country und Swing-Einflüssen. Im heimischen Bremen längst eine Institution, empfehlen sie sich dem Rest der Republik - den sie u.a. bereits mit Seeed, Busters, The Real McKenzies, Reel Big Fish bespielt haben - mit Stücken wie "The Black Monk Returns" oder dem "Song Of The Dead". Vor allen Dingen wissen die Mad Monks zu beeindrucken, wenn sie mal nicht Vollgas geben. Spaß macht die ganze Nummer hier sowieso, auch wenn es nichts zu lachen gibt. 5 Saskia Krümmer
Ergriffen von urbaner Hyperaktivität, gepackt vom Schalk im Nacken, berauscht durch kreative Ideen und temperamentvoller Spielsucht, eröffnen die verrückten Bremer Mönche ein Festival der Sinne. Zauberhaft, verträumt, abwechslungsreich und mitreißend unterhalten MAD MONKS ihr Publikum und überraschen mit einem facettenreichen, vielfältigen Musikangebot, das über musikalische Einbahnstraßen hinaustreibt und an grenzenlosen Ufern antreibt. Die Gebetsstunden in der schwarzen Abtei zeigen Wirkung. Berauscht vom Monk Bräu entwickelt sich jeder Song zum Unikat, zur Perle, zur Schaumkrone, von dem mensch nie genug bekommen kann. Live haben sie sich bereits die Hacken sowie die Hände blutig gespielt. Die harte Arbeit an sich und dem Instrument trägt Früchte. Der Ausbau des kontrollierten Instrumentalismus beherrscht den Geist des Betriebes, in dem Zeit für Phantastereien und spielerische Details bleibt, ja sogar gerne gesehen wird. Denn der Unternehmungsgeist kann schließlich nur gefördert werden, wenn die Faktoren Spaß, Motivation und Selbstwertgefühl zusammenkommen. "Flying Circus" ist ein wagemutiger Schachzug. Aufgepäppelt mit Booklet, Comic, Digipack und hübschen Bildern verleiht dem Tatendurst zusätzlich Nahrung. MAD MONKS sind mit diesem Album zu Kulturschaffenden geworden. Ein Karrierekriterium, das sie sich echt verdient haben. Fred Spenner
Als erstes fällt das aufwendige, aber stilvolle Layout auf. In einer fetten Kartonhülle liegt 'Flying Circus' in der Hand, das Booklet wartet mit einem hinreißenden Lepski-Comic auf und dem Ganzen liegt außerdem ein putziges Handarbeitszertifikat bei. Das wie auch die selbstbewusst-großspurige Ankündigung als 'scaring, devastating and non-limited' macht mehr als neugierig auf das zweite Album der Mad Monks. Man mag gar nicht glauben, dass sie dem behaglichen Bremen entstammen, präsentieren sie sich doch auf der Coverinnenseite mit einem aussagekräftigen Foto. Dass 'Flying Circus' eine Freakshow wird, lässt außerdem die Gollum-artige Begrüßung vermuten. Und tatsächlich ertönt in den folgenden 14 Stücken neben weiteren Psycho-Gesängen alles von rauem Gegrummel über chilligen HipHop und französische Intonationen bis hin zu einem melodiösem Swing-Duett.Untermalt wird das zumeist von tanzbarem Ska, dessen Trompete oft ins Melancholische abgleitet und in dem die Gitarren alles präsentieren von schleppenden Bridges über brettharte Riffs bis zu schnellem Pop-Punk. Wer nun immer noch Hemmungen hat, dem wird die richtige Gebrauchsanweisung für dieses bunte Gemisch frei Haus mitgeliefert: 'it's meant to be played loud with violent Hippie intention'. In seiner Obskurität ist 'Flying Circus' aber lange nicht nur etwas für Kleinkunst-verliebte Hippies. Ziemlich abgefahren, das alles. betty blue
Schön, dass es auch für mich, der wirklich relativ viel Musik konsumiert, immer mal wieder klasse Neuentdeckungen an Bands gibt, die ich eigentlich schon länger kennen müsste - weil es sie eben schon eine Weile gibt. Hierzu zählt auch die Bremer Skapunk-Kombo Mad monks, die einen wirklich flotten Schuh hinlegt und mit ehrlichen musikalischen Gimmicks im Album-Reptoire aufwartet. Klasse Platte! Erstaunlich übrigens, dass die Band das komplette Album auf ihrer Homepage (http://www.madmonks.de) kostenlos zum downloaden anbietet. Meine Empfehlung: Bei Gefallen kauft doch bitte dennoch das üppig ausgestattete Album - oder besucht demnächst zumindest ein Konzert der verrückten Mönche. Auch live sollen die Jungs nämlich eine ganz große Nummer sein. Hoffe, das Quintett kommt demnächst mal in unsere Hansestadt...