REVIEWS
"Split-CD" CD
OX #81 
Pankerknacker #20 
Plastic Bomb #65 
Punkrock! #8 
Trust #134 
UNDERDOG #27 
www.FoMP.de 
Übersteiger #92 
Die russischen WHAT WE FEEL sind das Hardcorepunk-Aushängeschild der russischen Antifa. Drei neue Stücke, diesmal punkiger, rockiger und eingängiger. Trotz der engagierten Texte idt das Musik, die auf die Straße gehört und im CD-Player nicht hunderprozentig wirkt. LAST HOPE aus Bulgarien, seit 1994 aktiv, spielen NYHC mit gehörigemMosh-Faktor. Double-Bass-Salven geben den Beat an. Dennoch sind mir die Titel zu langatmig, zu metallisch. Trotz der richtigen Einstellung ist das musikalisch einfach nicht mein Fall. (4) Simon Brunner
Jeweils drei Songs gibt es auf dieser brüderlich geteilten EP von zwei der führenden antifaschistischen Hardcore-Bands des Ostblocks zu hören. Den Auftakt machen WHAT WE FEEL aus Moskau und mein lieber Schollie, das knallt echt mächtig gut... Normalerweise kann ich dergleichen SICK OF IT ALL-mäßigen NYHC-Sound ja nur recht wenig abgewinnen, aber speziell der zweite und der dritte Track gehen dermaßen druckvoll nach vorne, bestechen durch fette Produktion, geile Gitarren, ne gehörige Portion Punkrock-Appeal und auch der russische Gesang passt dazu wie Arsch auf Eimer - erstaunlich geil! LAST HOPE aus Sofia, Bulgarien, vermögen diesen Satifaktions-Level mit ihren englischsprachigen Beiträgen dann leider nicht mehr annähernd aufrecht zu erhalten. Zu kraftlos die Aufnahmequalität, zu metal-lastig die Gitarren, zu gewollt dickeirig das Gebrüll. gibt zum Schluss mit "Wall of hate" noch 'ne KILLING TIME-Coverversion, aber das reisst's fürwahr auch nicht mehr raus. Zweischneidige Sache also. aber für Freunde des etwas "exotischeren" Hardcores alleine aufgrund des WHAT WE FEEL-Beitrages durchaus zu empfehlen. - ben accident
WHAT WE FEEL kommen aus Moskau und dürften inzwischen in Deutschland sogar schon einigermaßen bekannt sein. Knallharter Antifa-Hardcore wie man ihn kennt und schätzt. Ohne viel Schnörkel. einfach nur voll vor die Backen. LAST HOPE sind aus Sofia in Bulgarien. Sie haben sich ebenfalls mit Leib und Seele dem Hardcore verschrieben, sonst aber langsamer, brachialer, wuchtiger und mehr in Richtung NY HC. Micha.
Die Moskauer WHAT WE FEEL vorzustellen ist sicher genauso unnötig, wie Wasser in einen Fluss zu schütten. Nach ihren vielen Touren durch Deutschland sind die politischen HC-Punkrocker aus Russland den meisten bestimmt ein Begriff. Zudem machten sie sich hierzulande als Informant über die lebensgefährliche russische Neo-Nazi-Szene einen Namen. Ich schätze mal, deshalb sind auch im sehr schön aufgemachten Falt-Booklet ihre Gesichter mit schwarzen Balken überlegt. Den zweiten Teil des Digipacs übernimmt die weniger bekannte Band Last Hope aus Bulgarien. Die Gang ist dem NYHC verbunden und bolzt gut einen weg. Von beiden Bands gibt es jeweils 3 Titel, die es alle in sich haben. die russischen Texte von WWF sind im Übrigen übersetzt und ich finde es immer wieder interessant, dass auch Bands, die ganz anderen Kulturen entstammen, trotzdem die gleichen Probleme haben wie wir. In diesem fall meine ich damit die Szenepolizei. Bocky
Das ist nichts Besonderes aber schon gut gemachter Hardcore. Jede der beiden Bands trug drei Stücke zur CD bei. What We Feel sind aus Moskau, die Texte sind auch in Russisch (mit englischer Übersetzung die zeigt, dass die Texte völling uninteressantes Geblubber sind) und sie spielen okayen Oldschool Hardcore samt einigen modernen Einflüssen. Was Last Hope aus Sofia, Bulgarien, angeht bieten die einen moderneren (NY) Hardcore-Sound und haben in ihren Songs jede Menge Moshpit und dicke Hose Parts, die schrecklich klingen und was sich dementsprechend tough in den Lyrics wiederspiegelt. Leider kann ich hier auch mit gutem Willen nur bei What We Feel die meist ganz okaye Musik hervorheben - der Rest ist belanglos.
WHAT WE FEEL adaptieren den tonnnenschweren NJC-HC, haben ein musikalisches Penthouse in Boston, verbringen ihren Urlaub gerne auf dem harten Asphalt in der bleiernen Betonwüste und fühlen sich mit der HC family am Wohlsten. HC aus Russland, so eindringlich wie Dmitrij Medweds Rede an die Nation, so gefährlich wie die Szene-Polizei, die mit der von ihnen beschriebenen Hardcore-Inquisition einen Kreuzzug in der Subkultur betreibt. WHAT WE FEEL verfeinern ihre HC-Variante in einer inflationären Art und Weise, sind vielleicht damit verantwortlich für die Subprimekrise und rütteln am Schweinesystem. LAST HOPE aus Bulgarien brodeln wie das nahende Gewitter und donnern mit elektrischen Entladungen durch ein Leben, das die einzige Chance ist, um "gotta take it all" oder ihretwegen "take it back". Realitätsbezogener, aber auch klischeebeladener HC mit Inhalten, die sich wie die Kugelblitze gleichen, die polarisieren und trotzdem einen positiven Erde-Wolke-Blitz entladen. Insgesamt ein bodenständiger Stabilsierungs-Pakt mit einem Oldschool-Spannungsfeld, das abhängig von reichhaltig motivierten jahreszeitunabhängigen Konvektionsbewegungen ist.
Liebesgrüße aus Moskau? Na wohl eher ein gepflegter Tritt ins' Gesicht! Mit dieser sympathischen Attitüde präsentiert sich die russische Hardcorecombo "What We Feel" auf einer Split EP mit ihren bulgarischen Kollegen"Last Hope". Klingt mal wieder nach einer 0815 Hardcorenummer? Wäre durchaus möglich, wenn da eines nicht wäre: Die Sprache und Herkunft der Jungs! "What We Feel" schaffen mit ihrem Mix aus Hardcore, Punk und der russischen Sprache etwas, dass der Musikszene neuen Schwung verleiht. In kaum einer Sprache wird schon von Natur aus so konsequent geflucht. Auf offener Straße kassiert man dort gerne schon mal das ein oder andere Strafzettelchen. Warum also nicht diese Aggressivität auch künstlerisch nutzen? Und genau diese Formel ist es, die hier absolut aufgeht. Es geht um die Szene, den Zusammenhalt. Den Arsch hoch und gemeinsam für eine Sache kämpfen. Verpackt in schnelle, mitreißende Linien, die sofort explodieren und sich wie ein Lauffeuer verbreiten. "Полиция сцены"("Hardcore Scene Police") ist in diesem Zusammenhang ein Paradebeispiel für einen gelungen polit-hardcoresong. Doch nun zu "Last Hope", die die übrigen 3 Songs auf dieser EP stellen. "Hardcore the way it is" - So beschreiben sie sich selbst auf ihrer Myspaceseite. Viel treffenden kann man dies auch nicht formulieren. Hier wird deutlich hardcorelastiger auf die Kacke gehauen, was dieser Musik auch leider schnell einen recht einseitigen Stempel aufdrückt. "Gesungen" wird auch nicht auf Bulgarisch, sondern Englisch. Schade drum. Für alle die sich trotzallem dafür interessieren, was an ordentlichem Hardcore/Punk aus der ehemaligen Sowjetunion so rüberkommt, ist diese EP absolute Pflicht. Und ab September kann man sich auch hierzulande, zumindest von den Livequalitäten von "What We Feel" selbst überzeugen.
Die beiden befreundeten Hardcorebands aus Moskau und Sofia teilen sich nicht nur diese 6-Song-Maxi, sondern auch eine klar antifaschistische Einstellung! Die/Der ein oder andere hat vielleicht schon mal was über die akut-bedrohlichen Lebensumstände russischer Antifaschisten durch skrupellos mordende Neonazis gelesen!? Auf dem A§-Textblatt-Miniposter sind die Gesichter der WWF-Mitglieder deshalb auch unkenntlich gemacht worden. Aber die 6-köpfige Band aus der russischen Hauptstadt lässt sich auc hdadurch nicht unterkriegen und verpackt Wut über Intoleranz, Szenepolizisten, Drogen- und Waffenmissbrauch in fettem, teils moshigem teils melodisch-schnellem Oldschool-HC und russischem Gesang! Der Sound von LAST HOPE aus der bulgarischen Hauptstadt geht dagegen eger in die (alte) Bioharzard-Ecke, was aber durchweg positiv gemeint ist! Inklusive dem Killing-Time-cover "Wall of hate" (von LH) eine insgesamt klasse Scheibe zweier Bands die jegliche Solidarität gebrauchen können: Fight fascism everywhere! // Stemmen