REVIEWS
"With all our Love" EP
OX #81 
Pankerknacker #19 
Plastic Bomb #65 
Proud to be Punk #11 
UNDERDOG #27 
Übersteiger #91 
Freunde, verabschiedet euch langsam von diesem Format, denn allerspätestens in zehn Jahren werden Releases wie dieses nur noch digital erscheinen. Und nein, ich bin kein Pessimist, aber wer sich die Veröffentlichungspolitik vieler Indielabels anschaut, findet dort schon heute sehr viele reine Digitalreleases - Tendenz steigend. Aber lassen wir das und freuen uns über dieses weiße Vinyl, das vier schöne, typische F-THREE-Songs beinhaltet. WEr Punkrock zwischen RANCID den SUICIDE MACHINES mag, ist hier goldrichtig, und die Jungs zeigen, dass sie sich langsam zu einer der besten Bands der Republik mausern. (7) Lauri Wessel
Auf "With All Our Love" finden sich 4 neue Streetpunkhymnen, die gnadenlos da weiter machen wo die 3 sympatischen Wahl-Berliner mit ihrem grandiosen Debüt "No Peace, No Justice!" aufgehört haben. Melodische, eingängige Punkrocksongs verfeinert durch gelegentliche Offbeat Anleihen. Die Refrains bleiben direkt im Ohr hängen und laden geradzu zum Mitgröhlen ein. Da ist es von Vorteil, dass die Band auch textlich was zu sagen hat. Sozialkritische Texte verpackt in positiven, mitreißenden Sound. Hier stimmt einfach allles. Bitte mehr davon. - Andre
Na schon mal ANTI-FLAG gehört? Oder RANCID? Oder OPERATION IVY? Ich könnte schwören, dass genau diese Bands großen Einfluss auf die musikalische Entwicklung von F-THREE genommen haben. 4 Songs in 10 Minuten verfolgen den vorgegebenen Pfad. Melodischer Punkrock mit dezentem Skapunk-Touch kann sich durchaus hören lassen. Der Elan und die Energie sind geradezu ansteckend. Die Songs sind gut, mitreissend, bleiben im Ohr. Und sie lassen das dröge Artwork vergessen. Die Texte sind gesellschaftskritisch, politisch und werden in ein paar persönlichen Worten auch noch näher erklärt. 150 Stück gibt's in weissem Vinyl. Micha.
Mit diesem Scheibchen, von dem die ersten 150 Exemplare in weiß-marmorierten Vinyl das Licht der Welt erblickten, servieren uns die drei Herren aus der Hauptstadt vier wirklich mitreißende Streetpunk-Hymnen, die unvergerlich zum Holzbeinschwingen und Mitträllern einladen. Dezente Off-Beats peppen den sehr sauber aufgenommenen und dennoch nicht den nötigen Punkrock-Charme verlierenden Hörgenuss zudem noch etwas auf - die Jungs beherrschen einfach ihr Handwerk, keine Frage! Glücklicherweise bilden Musik und auch die dazugehörigen Texte bei F-Three eine geschlossene Einheit, so dass ich für die sozialnachdenklichen, aber nicht minder kämpferischen Lyrics ebenfalls nur ehrliches Lob verkünden kann - "Sick world", Human Race", "More than Music" oder "With all our Love" sind allesamt klasse Songs, die inhaltlich klipp und klar zu verstehen geben, wo der Hase lang läuft! Ergänzend haben die Berliner im Innenteil des sehr ästhetisch gestalteten Klappcovers ihren durchweg englischsprachigen Texten noch einige Anmerkungen hinzugefügt. Tja, eine feine Scheibe von Leuten, die Herz und Hirn am rechten fleck zu tragen scheinen!
Das Melodic-Politik-Tribunal klagt über eine kranke Welt, in der Sicherheitswahn, Kommerz, Ignoranz und Medienmanipulationen das Maß an ein eigenverantwortliches, selbst bestimmtes Denken, Leben und Handeln verringert. Politik, Spaß und geiler Punkrock stehen im Kontext eines fortlaufenden musikalischen Verfeinerungsprozesses, der eine ansteckende Spiellaune entwickelt und Endorphine freisetzt. Du brauchst keine Drogen, F-THREE kommen mit Herz und Hirn, verschenken all ihre Liebe und haben nicht den Anspruch, die Welt zu ändern, aber deine Seele zu erreichen. Von zuckersüßen Momenten weit entfernt explodiert der schnelle, melodische PunkROCK im ZNS, durchdringt die Zellmembranschicht und bewirtet die Zelle mit einem unheilbar ansteckenden Virus, die dich in einen Zappelmodus versetzt und neue Kräfte suggeriert. Ja, sich stark fühlen und glücklich sein with all your love!
Auch Punkmusik kann (und sollte auch) etwas mit Liebe zu tun haben. Danke denn auch schon einmal für die "weiße Vinylversion", von der es wohl bloß 150 limitierte gibt. Also wenn die denn mal groß rauskommen sollten, fragt beim ÜS ob ihr euch mal dieses "White Album" angucken dürft. Dann könnt ihr nebenbei einmal 4 ganz sympathische daherwummernde Punksongs hören. Straight geht es hier gradeaus, Schlagzeug und Gitarren beherrschen den Proberaum. Demnächst soll dann auch ein Longplayer der Wahlberliner herauskommen. Na denn man los, wa? Da darf man doch gespannt druff sein, wa. //JE