REVIEWS
"No Justice - No Peace" CD
Ox-Fanzine #74 
Screwed Blued Tattooed WebZine 
Waste of Mind 
"Mit den Berlinern F-THREE erlebt man eine kleine Zeitreise. Denn musikalisch geht es zurück in die ausklingenden Neunziger, als melodischer, aufgekratzter Punkrock à la SATANIC SURFERS oder PROPAGANDHI durchaus noch einen Stellenwert bei jungen Tonträgerkäufern besaß, welche die Attitüde und politisches Bewusstsein noch nicht gegen Kajalstifte und Punkrock-Accessoires aus dem Hause "Hennes und Mauritz" eingetauscht hatten. Und F-THREE machen ihre Sache ziemlich gut! Mit ihrer Mischung aus sozialpolitischen Songs (etwa "National Security") und persönlichen Stücken, die einfach nur Spaß machen und zeigen, dass die drei Jungs trotz scharfem politischem Geist zum Lachen nicht in den Keller gehen ("The world is ours tonight") macht mir diese Band vom ersten bis zum zwölften und letzten Song Spaß..." Lauri Wessel
F-Three noch nie live gesehen zu haben ist glaub ich ein ziemliches Kunststück, so wie sich die 3 in den letzten Jahren den Allerwertesten abgespielt haben und das auch immer noch tun ist es fast unmöglich die Jungs noch nicht auf einer Bühne erwischt zu haben. Nach einer selbstveröffentlichten EP legten sie dann im Sommer 2007 ihr erstes Album vor. Wurde die EP nach ein paar Hördurchgängen dann doch irgendwie langweilig, so kann ich mich an No Peace No Justice einfach nicht satthören. Super-melodischer Punkrock mit rotzigem Gesang, feinen Mitsing-Hooks, sägender Gitarre und treibenden Drums die ihresgleichen suchen. An sich alles sehr simpel gestrickt, dabei aber keine Sekunde lang eintönig oder langweilig und auch bei den Texten gibts genau die richtige Mischung aus gute Laune und ersnten Themen. Ein Songtitel wie "Jesus is a capitalist" sagt doch eigentlich schon alles, oder nicht? Unbedingte Anspieltipps sind Inner Smile, besagter Jesussong und From the Rooftops. Ihr braucht unbedingt Vergleiche?! Mh... vielleicht irgendwo zwischen Operation Ivy, Rancid, Less Than Jake und der Schwedenpunk-Fraktion... Aber am besten selber mal reinhören! Und wenn die Jungs mal in eurer Nähe sind unbedingt live angucken (da kann nämlich keine Studioaufnahme auch nur im entferntesten rankommen) und falls sie nicht in eure Stadt kommen einfach mal selber nen Gig machen (um hier mal den guten alten DIY-Geist wieder etwas aufleben zu lassen). Sascha
Mein Stapel mit noch zu besprechenden CDs gleicht zwar momentan mal wieder dem Turmbau zu Babel, aber trotzdem kann ich nicht anders als immer wieder die Play-Taste bei dem Debütalbum von F-THREE zu drücken. Die Wahlberliner wussten vor gut zwei Jahren zumindest mit den neueren Songs ihres damaligen Demos schon zu gefallen, letztes Jahr im August als sie vor Leftöver Crack spielten war ich mehr als positiv überrascht, aber mit dem was sie auf "No Peace , No Justice" herzaubern hätte ich niemals im Leben gerechnet. Es gibt schnellen, melodischen, politischen Punkrock/ Streetpunk bei dem auch ab und zu mal ein Off-Beat ertönt, der noch von ihren alten Skapunk-Tagen zeugt. Im Endeffekt klingen sie mittlerweile ein wenig wie eine Mischung aus Anti-Flag und den alten Bombshell Rocks oder Blisterhead Platten, wobei sie ab und zu auch gar nicht mal soweit von der letzten Frontkick entfernt sind. Klar, ein Grund wieso mir die Platte so gefällt ist sicherlich ganz einfach der das sie meinen Musikgeschmack zu 100% trifft. Die hymnischen Mitgröhl-Parts die ich so am Streetpunk zu schätzen weiß, die Melodien aus den alten Skatepunk/ Fat Wreck-Tagen, Texte die nicht nur über irgendwelche Frauen handeln die ich sowieso nicht kenne und dazu noch schön schnell und positiv! Und das beste ist eigentlich noch, das ich das Gefühl habe, dass sie noch lange nicht am Ende ihrer Fahnenstange angekommen sind. Für mich ist "No Peace, No Justice" ohne Frage einer der positivsten Überraschungen dieses Punkrock-Jahres. Kai Wydra